eBook: Buchhaltung – Einstieg für Gründer und Selbständige

Es ist so weit! Mein neues eBook ist bei amazon verfügbar.

Ziel ist es einen Überblick über die praktische Vorgehensweise zur Buchhaltung zu geben.

  • Wie organisiere ich meine Belegablage?
  • Welche Steuerarten sind für mich relevant?
  • Was muß ich bei Gewerbeanmeldung und Buchhaltung beachten?
  • Praxisorientierte Tips und Tricks

Mein Buch enthält KEINE Anleitung Soll und Haben auseinander zu halten, oder sonstigen Lehrinhalte zur Buchhaltung an sich. Da gibt es schon genügend Bücher. Aus diesen wird aber meist nicht klar, wie man das denn bitteschön umsetzen soll oder kann.

 

von Stefan Scholz, 22.10.2013

Gewerbe oder Freiberuf?

Ein weiterer Ausschnitt aus meinem neuen Buch:

㤠18 Einkommensteuergesetz definiert wer Freiberufler ist. Alle zutreffenden Berufe und Berufsgruppen, die hier genannt sind, sind Freiberufler. Wer hier nicht drin ist: schade, schade, schade. Die sind Gewerbetreibende.
Freiberufler haben diverse Privilegien. Einerseits zahlen diese keine Gewebesteuer, andererseits dürfen sie unabhängig von Umsatz und Gewinn immer eine Einnahmen-Überschuß-Rechnung durchführen. Das bringt eine einfachere Verwaltung im Unternehmen mit sich. Gewerbetreibende sind da also gekniffen. Damit wären wir dann bei der Abgabenordnung. In der steht nämlich beispielsweise ab wann Gewerbetreibende eine Bilanz aufstellen müssen.

Bei genauerer Betrachtung macht die Unterscheidung zwischen Freiberuf und Gewerbe in der Praxis erhebliche Probleme. Beispielsweise muß ein Baugutachter Ingenieur sein und daher ist seine Gutachtertätigkeit dem Freiberuf zuzuordnen. Ein Kfz-Gutachter muss „nur“ den Meisterbrief haben. Da da kein Studium dahinter steht wird der Kfz-Gutachter als Gewerbetreibender angesehen. Das Unsinnige dabei ist, daß sie beide der gleichen Tätigkeit nachgehen. Sie sehen sich etwas an, machen Fotos und schreiben darüber etwas.
Ähnlich seltsam sind die Handhabungen bei Unternehmensberatern und Coaches. Das sind nicht mal geschützte Berufe. Trotzdem werden diese im Regelfall vom Finanzamt als Freiberufler anerkannt. “

Stefan Scholz, 03.06.2013

Einkommensteuerpflichtig?

Auszug aus meinem neuen eBook „Buchführung für Gründer und Selbständige“:

Zu einer Einführung gehört (leider) auch ein Streifzug durch die wichtigsten Steuergesetze. Hier ein wenig zum Einkommensteuergesetz. Fortsetzung folgt….

 

“ Gesetze fangen üblicherweise mit dem Paragraphen 1 an. Da steht nämlich meist drin, wann dieses Gesetz überhaupt anwendbar ist. Also beginnen wir auch hiermit unsere Betrachtung:

§ 1 (1) Natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, sind unbeschränkt einkommensteuerpflichtig. Zum Inland im Sinne dieses Gesetzes gehört auch der der Bundesrepublik Deutschland zustehende Anteil am Festlandsockel, soweit dort Naturschätze des Meeresgrundes und des Meeresuntergrundes erforscht oder ausgebeutet werden oder dieser der Energieerzeugung unter Nutzung erneuerbarer Energien dient.

 

Da es auch juristische Personen gibt, gilt das Einkommensteuergesetz also nur für natürliche Personen. Juristische Personen sind beispielsweise Unternehmen, wie eine GmbH, eine AG oder auch ein Verein. Sie sind rechtsfähig, obwohl sie durch einen Menschen vertreten werden müssen.
Wenn es unbeschränkt einkommensteuerpflichtige gibt, gibt es wohl auch beschränkt einkommensteuerpflichtige Personen. Das wären dann diejenigen, die im Ausland wohnen und nur in Deutschland etwas verdienen.
Wer in Deutschland seinen Wohnsitz hat, ist hier übrigens mit seinen weltweiten Einnahmen steuerpflichtig….. nur so als Erinnerung für die Leute mit den millionenschweren Zinseinnahmen in der Schweiz….“

Apropos Schweiz, war da nicht gerade jemand aus München, der……? 😉

von Stefan Scholz, 06.05.2013